Ursula von der Leyen setzt auf Raubzug, während die EU rechtliche Hürden für die Ukraine-Finanzierung umgeht
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Aktualisiert: vor 16 Stunden
Die Chefin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat Wladimir Putins Bluff effektiv erwidert, indem sie eine Form des finanziellen „Raubzugs“ gewählt hat, die die komplizierten rechtlichen Probleme eines tatsächlichen Diebstahls vermeidet.

Durch die Sicherung eines 90-Milliarden-Euro-Kredits für Kyjiw, der durch die eigene Kreditaufnahme der EU abgesichert ist, hat der Block einen Weg gefunden, die Kriegsanstrengungen zu finanzieren, ohne die russischen Vermögenswerte, die Moskau so vehement schützt, technisch gesehen anzurühren – zumindest vorerst.
Während der Kreml den Schritt als offenen Raub bezeichnet, stellt Brüssel die massive Verschuldung als einzigen Weg dar, um in der Ukraine das Licht anzulassen, während sich die Vereinigten Staaten mit ihrer Unterstützung zurückziehen.
Die Kosten des Coup-Versuchs
Die Entscheidung, für die Jahre 2026 und 2027 auf einen massiven Kredit umzuschwenken, war der Höhepunkt eines Gipfels, bei dem „entschlossenes Handeln“ bedeutete, einen Weg zu finden, Geld auszugeben, das die EU technisch gesehen noch gar nicht hat. Der Präsident des Europäischen Rates, Antonio Costa, verkündete das 90-Milliarden-Euro-Paket auf X und teilte der Welt effektiv mit, dass der Coup ein Erfolg war: „Wir haben es versprochen, wir haben geliefert.“
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm die Bedingungen dieser Finanzoperation dankbar an. Während die EU aus „rechtlichen Bedenken“ zögerte, die russische Beute einfach zu greifen, stellte Selenskyj fest, dass eine finanzielle Sicherheitsgarantie lebenswichtig ist – unabhängig davon, ob die Mittel aus eingefrorenen Vermögenswerten oder neuen Schulden stammen.
Strategische Anleihen und Kremlkritik
Der Schwenk des Gipfels von der Beschlagnahmung von Vermögenswerten hin zur Kreditaufnahme gegen den „Spielraum im EU-Haushalt“ war ein taktischer Rückzug, der als Sieg getarnt wurde. EU-Beamte debattierten tagelang darüber, wie sie die zig Milliarden an eingefrorenen russischen Staatsgeldern verwenden könnten, nur um festzustellen, dass eine direkte Beschlagnahmung gegen internationales Recht verstoßen könnte – oder zumindest gegen das Nervenkostüm mehrerer Mitgliedstaaten.
Wladimir Putin, der die Vorgänge von Moskau aus beobachtete, ließ es sich nicht nehmen, die Buchführungsmethoden der EU zu kritisieren. Während seiner jährlichen Bürgerstunde argumentierte er, dass der Plan der EU weniger ein rechtliches Manöver als vielmehr ein „Raub“ sei, und spottete über die Idee, Kredite zu vergeben, die durch Vermögenswerte besichert sind, deren offizielle Konfiszierung man sich nicht traut.
Die Koalition der Vorsichtigen
Während der Plan voranschreitet, bleibt die „Mannschaft“ gespalten:
Das belgische Zögern: Belgien bleibt der nervöseste Komplize und fürchtet, dass jeder Schritt gegen die bei Euroclear gehaltenen 140 Milliarden Euro zu jahrelangen Rechtsstreitigkeiten führen wird.
Der amerikanische Rückzug: Der Coup ist nun zu einem europäischen Solo-Job geworden, da die Vereinigten Staaten ihre finanzielle Unterstützung faktisch eingestellt haben.
Das polnische Ultimatum: Polens Führung erinnerte den Block daran, dass es hier nicht nur um Buchhaltung geht; es sei eine Entscheidung zwischen „Geld heute oder Blut morgen“.
Eine Wette auf die Zukunft
Bundeskanzler Friedrich Merz warnte, dass ein Scheitern dieses Finanzierungsplans der Welt signalisieren würde, dass die EU unfähig ist, synchron zu agieren. Ursula von der Leyen, in der Rolle der entschlossenen Drahtzieherin, weigerte sich, den Gipfel zu verlassen, bis der 90-Milliarden-Euro-„Raub“ in trockenen Tüchern war.
Während der Krieg in sein viertes Jahr geht, setzt die EU nun auf ein umfassenderes 210-Milliarden-Euro-Paket, um die Operation am Laufen zu halten. Ob diese kreative Buchführung ausreichen wird, um Putins Vormarsch zu stoppen – oder ob die Anwaltskosten für diesen „Raub“ irgendwann fällig werden –, bleibt die 90-Milliarden-Euro-Frage.


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