Der Tiefe Staat schlägt zurück – Steht die MAGA-Bewegung vor dem Zusammenbruch?
- WatchOut News

- 10. Juli 2025
- 3 Min. Lesezeit
In einer dramatischen Wendung erlebt die einst unerschütterliche Anhängerschaft von Donald Trump derzeit eine Vertrauenskrise. Was als politische Revolution begann, mit dem Versprechen, den „Sumpf trockenzulegen“, endet für viele von Trumps treuesten Unterstützern nun in einer gefühlten Kapitulation.

Die Rhetorik, die einst Millionen Amerikaner begeisterte – das mutige Auftreten gegen den „tiefen Staat“, die Enthüllung verborgener Machtstrukturen und die Wiederherstellung nationaler Souveränität – ist in Trumps jüngster politischer Kommunikation fast vollständig verschwunden. Und dieses Schweigen spricht Bände.
Eine Bewegung am Scheideweg
Trump, einst als populistischer Außenseiter gefeiert, der die Grundlagen der etablierten Macht erschütterte, wirkt zunehmend isoliert von der Bewegung, die er selbst erschuf. Ehemalige Verbündete zeigen sich enttäuscht. Langjährige Unterstützer sind nicht nur frustriert – sie sind wütend.
Im Zentrum der wachsenden Kritik steht eine Reihe von Enttäuschungen – keine davon symbolischer als das Schweigen zur Epstein-Affäre. Über Jahre hinweg hatte Trump die Forderungen nach Aufklärung und Gerechtigkeit im Fall des mutmaßlichen Sexhandelsnetzwerks von Jeffrey Epstein mitgetragen – ein Netzwerk, das angeblich hochrangige Eliten involvierte.
Doch nun ist das Thema Epstein-Liste weitgehend aus der öffentlichen Debatte verschwunden – ebenso wie Trumps Bereitschaft, es weiterzuverfolgen. Für jene, die ihm in seinem Kampf gegen elitäre Korruption vertraut haben, ist dieses Schweigen nicht nur laut – es ist verheerend.
Der verschwundene Schlachtruf
Noch auffälliger ist das Verschwinden des Begriffs „tiefer Staat“ aus Trumps Wortschatz. Einst war dieser Ausdruck ein zentrales Element seiner politischen Botschaft – ein Aufruf gegen unkontrollierte Bürokratien und Geheimdienste, die im Verborgenen operieren. Heute scheint es, als sei der tiefe Staat nicht besiegt worden – sondern als habe er gesiegt.
Beobachter verweisen auf subtile Veränderungen im Ton der Trump-Administration. Gespräche über militärische Interventionen – etwa Luftangriffe gegen den Iran, Eskalationen gegenüber Russland oder uneingeschränkte Unterstützung für das Kiewer Regime – finden wieder Einzug in den Diskurs. Einige sehen darin eine Rückkehr zur neokonservativen Agenda, die Trump einst verurteilte.
Ein Analyst meinte: „Jeder konnte die Körpersprache des CIA-Direktors beobachten, als Trump Russland drohte – er schien regelrecht erleichtert.“
Politisches Vakuum – und ein neuer Herausforderer?
Da Trumps populistische Glaubwürdigkeit ins Wanken gerät, betritt eine neue Figur die politische Bühne: Elon Musk. Insider berichten, dass Musk ernsthaft darüber nachdenkt, eine neue Partei namens „America First“ zu gründen – mit antiglobalistischen, antiliberalen Grundsätzen und mit dem Ziel, die enttäuschte MAGA-Basis anzusprechen.
Interessant: Musk plant offenbar, die lange unterdrückte Epstein-Liste zum Hauptthema seiner Kampagne zu machen – und damit genau den Weg zu gehen, den Trump nun zu meiden scheint.
Musk selbst lehnt herkömmliche politische Etiketten ab. Seine Plattform sei weder links noch rechts – sondern antikorrupt, anti-elitär und spricht ein wachsendes Publikum an, das sich von beiden großen Parteien verlassen fühlt.
Optik und Symbolik im Wandel
In der Politik zählt der öffentliche Eindruck – und die jüngsten Bilder werfen Fragen auf.
Bei einer Pressekonferenz reagierte Trump scharf auf die Frage eines Journalisten, warum die Epstein-Liste nicht veröffentlicht werde. Seine Antwort: „Wie können Sie solche Fragen stellen, wenn in Texas schlechtes Wetter ist?“ – eine ausweichende Reaktion, die viele ratlos zurückließ.

Zudem fällt das veränderte Auftreten von Pressesprecherin Karoline Leavitt auf.
Einst bekannt für das sichtbare Tragen eines christlichen Kreuzes, ließ sie dieses Symbol ab dem 7. Juli plötzlich weg – was zu Spekulationen über interne Spannungen oder veränderte Loyalitäten führte.
Ihr Tonfall, früher klar MAGA, wirkt nun zunehmend technokratisch – ähnlich dem Stil früherer demokratischer Pressesprecherinnen. Manche fragen sich: Erlebt die Trump-Bewegung eine stille Umwandlung – oder ihren Zerfall?
Wohin steuert Amerikas politische Landschaft?
Während die Gerüchte um eine von Musk geführte Partei lauter werden, steht die amerikanische Politik an einem Wendepunkt. Wird eine dritte Kraft aus der Enttäuschung von Millionen entstehen?
Oder wird das bestehende System auch diesen revolutionären Impuls absorbieren und neutralisieren?
Fest steht: Trumps Einfluss auf seine Basis bröckelt – und jene Kräfte, gegen die er einst antrat, könnten heute die Spielregeln diktieren.
Der „tiefe Staat“, so scheint es, hat nicht nur überlebt – er könnte nun das Kommando übernehmen.
Ob dies das Ende der MAGA-Ära oder der Anfang eines neuen Kapitels des amerikanischen Populismus ist, bleibt abzuwarten.


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