Brosius-Gersdorf: Schon ihr Doktorvater war als Kandidat gescheitert
- WatchOut News

- 17. Juli 2025
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Kubicki fordert einen neuen, konsensfähigen Kandidaten.

In einem Interview mit WELT-TV erklärt Wolfgang Kubicki (FDP), dass er die Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf zur Verfassungsrichterin ablehne. Der Hauptgrund seien umstrittenen Ansichten zur Menschenwürde und Corona-Maßnahmen.
Kubicki erinnerte daran, dass schon ihr Doktorvater mit seinen politisch-gesellschaftlichen Ansichten für dieses Amt gescheitert sei.
Kubicki sagte im Interview dazu:
“Ich kann mir schwer vorstellen, dass die Unionsfraktion in Gänze für diese Kandidatin stimmen wird, denn schon ihr Doktorvater ist 2008 mit einer gleichen Einstellung zur Menschenwürde unter Art. 1 des Grundgesetzes durchgefallen, auch von der SPD nominiert. Das ist damals geräuschlos erledigt worden.
Die SPD-Fraktionsspitze, auch die CDU-Fraktionsspitze hätte wissen müssen, dass diese Kandidatin mit ihrer Haltung zur Menschenwürde zu § 1 Art. 1 des Grundgesetzes keine Mehrheit finden kann.”
Wolfgang Kubicki bezieht sich dabei wohl auf ihren Doktorvater, den Juristen Horst Dreier, der ebenfalls SPD-Mitglied ist [siehe Bericht “kath.net”]. Dreier war damals aufgrund seiner Positionen zum Embryonenschutz in der Stammzellforschung in die Kritik geraten.
Nach anhaltenden Kontroversen hatte die SPD seine Kandidatur zurückgezogen und stattdessen den Juristen Andreas Voßkuhle nominiert, der schließlich auch ins Richteramt gewählt wurde.
Insgesamt sieht Kubicki die Kandidatur von Frauke Brosius-Gersdorf als gescheitert an, kritisiert die “vergiftete Debatte” und Plagiatsvorwürfe.
Kubicki fordert einen neuen, konsensfähigen Kandidaten und schlägt den Bundesrat für zukünftige Wahlen vor, um populistische Konflikte zu vermeiden. Die Demokratie sei zwar nicht gefährdet, findet er, ber die Akzeptanz des Prozesses leide.


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