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Die Explosion in Rotterdam - Die unmittelbaren humanitären Folgen einer 12 Kilotonne Atomexplosion

Die Wahrscheinlichkeit, dass im Hafen von Rotterdam eine Atomwaffe detoniert, gilt als sehr gering. Die nuklearen Vorräte sind gut geschützt, ebenso wie der größte Hafen Europas.

Container und Schiffe werden gescannt, Geheimdienste sind fleißig und verfolgen verdächtige Aktivitäten. Der Rotterdamer Hafenbetrieb ist einer der modernsten der Welt.

 

Dennoch sind die in diesem Bericht beschriebenen schrecklichen Ereignisse realistisch. Es gibt heute weltweit über 17.000 Atomsprengköpfe, und jeder davon ist genau für diesen Zweck konzipiert: mit einer solchen Kraft zu explodieren, dass ganze Stadtteile oder sogar ganze Städte dem Erdboden gleichgemacht werden.

 

Die in diesem „PAX-No Nukes“-Bericht „eingesetzte“ 12-Kilotonnen-Bombe ist nicht einmal besonders groß. Sie hat etwa die gleiche Größe wie die in Hiroshima eingesetzte Bombe. Heute enthalten die Atomwaffenarsenale der neun Atommächte Waffen mit einer geschätzten Sprengkraft von etwa 0,3 Kt bis 1.200 Kt.


The Rotterdam-Blast Rapport
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Die in den Niederlanden gelagerten amerikanischen Atombomben vom Typ B61 lassen sich beispielsweise auf eine Detonationskraft von 12 Kilotonnen einstellen, können aber auch so eingestellt werden, dass sie mit einer Detonationskraft von 170 Kilotonnen detonieren.

 

Rotterdam ist ein realistisches Ziel für jemanden, der verrückt genug ist, eine Atomwaffe einzusetzen. Es ist der mit Abstand größte Hafen Europas und bietet Zugang zum Hinterland, zu dem die Industrie- und Wirtschaftsregionen Deutschlands und der Niederlande gehören.

 

Der Hafen wurde von den Sowjets während des Kalten Krieges zu den vorrangigen Zielen gezählt. Seit dem 11. September steht der Hafen oft ganz oben auf der Liste der strategisch und logistisch wichtigen Gebiete Europas, die anfällig für Störungen durch Terroranschläge sind.

 

Der Einsatz von Massenvernichtungswaffen scheint immer unmöglich – bis er tatsächlich erfolgt. Der Einsatz von Chemiewaffen in Syrien im Jahr 2013 ist eine Erinnerung daran, wie unvorhersehbar das zukünftige Verhalten von Staaten und nichtstaatlichen Akteuren sein kann.

 

Es gibt keine Zauberformel, um die Zukunft vorherzusagen, und der verantwortliche Akteur von heute kann morgen zum Terroristen oder Terrorstaat werden. Und Unfälle passieren.

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